Siedlungskinder

Hier geht es ab in den Straßen der Blocks.
Nicht in Berlin, Wien – sondern in den Vororten rockts.

Radfahren, , Fangen, Verkaufsladen – yeah!
Was wünscht sich also ein Kinderherz mehr?

Gemischt zwischen zwei Jahren und zehn,
treffen sich, streiten sich, haben große Ideen.

Ganz allein? Nein.
Zumindest nicht immer.
Sonst entsteht Frust in den Herzen der Kinder.

Denn das Leben der Wohnstraße hat auch seine zweite Seit.
Fehlen den Ideen die Möglichkeiten, kannst du sehen,
wie die Idee dem Grenzgang weicht.

Dem Grenzgang der nach dem Erwachsenen ruft.
Nicht nach seinem tadelnden Schrei sondern Aufmerksamkeit sucht.

Ja weil so oft führen Träume in Siedlungen gar nirgends hin.
Langeweile, immer das Gleiche raubt gnadenlos Sinn.

Wo sind also die ganzen Erwachsenen hin?
Arbeit, Haushalt, fern,…es sieht niemand hin.

Wer also wirft in das Feuer die Glut, begleitet, nimmt Wind, wenn keiner es tut?
Eben keiner.

Siedlungskinder sehen sich als Kaufleute und Bewohner der Bäume.
Doch ist da niemand der sieht ihre Träume, verblasst die genialste Idee, ungelebt.
Und so beginnt es bereits in viel zu jungen Jahren – das Warten, bis die Zeit vergeht.

Der Erwachsene ist die Brücke für der Kinder Träume ins Leben.
Und wenn du diesem Ruf folgt, bist du Mensch –  lebendiges Leben.

Natalie Pertlwieser